FAQ
Häufig gestellte Fragen
Erfahre, wie CinemaKit echte unkomprimierte Bayer-Sensoraufnahmen, MLV, CinemaDNG und professionelle Workflows auf dein Smartphone bringt.
Was ist MLV und warum nimmt CinemaKit darin auf?
MLV (Magic Lantern Video) ist ein offener RAW-Videocontainer, den die Magic-Lantern-Community entwickelt hat. CinemaKit schreibt nicht debayerte Bayer-Sensordaten zusammen mit Ton und Metadaten in eine einzige MLV-Datei pro Take. Entscheidungen zu Weißabgleich, Belichtung und Lichtern bleiben für die Post offen, und MLV-Dateien funktionieren in CinemaKit Studio ebenso wie in etablierten Desktop-Tools wie MLV App.
Worin unterscheidet sich RAW von einer Aufnahme in ProRes oder HEVC?
Der Unterschied liegt darin, wann Bildentscheidungen getroffen werden. Ein RAW-Take speichert einen Wert pro Pixel direkt aus dem Bayer-Muster des Sensors; Demosaicing, Weißabgleich und Rauschreduzierung erfolgen also später in der Post. ProRes und HEVC speichern ein bereits demosaiziertes Bild mit eingebranntem Weißabgleich und der Kompression des jeweiligen Codecs. Du kannst sie mit einer Log-Kurve aufnehmen, um mehr Dynamikumfang für das Grading zu behalten, und hochwertiges ProRes wie 4444 kommt im Spielraum sehr nah heran, doch diese eingebrannten Entscheidungen lassen sich später nicht vollständig rückgängig machen. Jede CinemaKit-Aufnahme beginnt unabhängig vom Format mit derselben RAW-Sensoraufnahme und wird von der App selbst debayert, nicht von der Standard-Bildverarbeitung des Smartphones. RAW bietet die meiste Kontrolle bei deutlich größeren Dateien; ProRes und HEVC sind sofort schnittbereit.
Was ist CinemaKit Studio?
CinemaKit Studio ist ein kostenloser Editor für RAW-Video, der unter studio.cinemakit.app in deinem Browser läuft. Stell ihn dir wie Lightroom für Video vor: dieselbe Art von Belichtungs- und Farbreglern, Kurven, Rauschreduzierung und LUT-Import, angewendet auf bewegte Bilder. Er debayert MLV-, CKRAW-, MCRAW- (MotionCam RAW) und BRAW-Dateien (experimentell) per WebGPU auf der GPU deines Computers, ohne Installation. Außerdem unterstützt er HEVC-/H.264-/ProRes-/XAVC-Videos. Dateien werden lokal gelesen und nirgendwo hochgeladen. Dazu kommen Stabilisierung und Projektorganisation sowie Export nach CinemaDNG, ProRes oder webnativen Codecs, auch als Batch-Export.
Kann ich Material auf dem Smartphone sichten und graden?
Ja. Mit dem integrierten Player spulst du durch MLV- und CinemaDNG-Takes, um beim Dreh Fokus und Belichtung zu prüfen, und jeder Frame lässt sich als DNG-Standbild speichern. Das Grading-Panel funktioniert mit RAW- und aufgenommenen Videoclips, mit Belichtung, Kontrast, Weißabgleich und detaillierteren Reglern. Auf dem iPhone werden gegradete Clips als ProRes oder HEVC exportiert, auf Android als HEVC oder H.264, mit 10-Bit-HEVC auf Geräten, deren Encoder das unterstützt.
Soll ich Open Gate drehen oder die 1440p-/1080p-Crop-Modi nutzen?
Open Gate zeichnet alles auf, was der Sensor liefert: den weitesten Bildwinkel und den meisten Spielraum für spätere Bildausschnitte, aber auch die größten Dateien und die höchste Schreiblast. Die Crop-Modi in 1440p und 1080p lesen eine kleinere Fläche aus der Sensormitte aus; die Dateien sind kleiner, die Aufnahme ist schneller und stabiler, der Bildwinkel enger. Alles in Open Gate zu drehen und später zu croppen funktioniert auch, braucht aber viel Speicher und einen zusätzlichen Schritt in der Post. Für 1080p ohne Crop aktivierst du Oversample (RAW Detail > Oversample), das von einer größeren Sensorfläche herunterskaliert. Auf dem iPhone ist 1440p immer ein Crop. Auf Android kann 1440p auch mit Oversampling aufgenommen werden.
Welche Bittiefe sollte ich wählen?
Die Bittiefe legt fest, wie viel von der Präzision des Sensors in jedem Frame gespeichert wird. CinemaKit bietet nur die Bittiefen an, die der Sensor deines Smartphones tatsächlich liefert; welche Optionen du siehst, hängt also vom Gerät ab. Eine niedrigere als die maximale Bittiefe verkleinert die Dateien, kostet aber etwas Spielraum beim Grading, vor allem in den Tiefen. Bedenke: Der Hauptvorteil von RAW ist nicht allein die Bitzahl. Weißabgleich, Demosaicing und Rauschreduzierung bleiben trotzdem deine Entscheidung in der Post.
Wie viel Speicher braucht eine RAW-Aufnahme?
Viel. Unkomprimiertes RAW ist weit größer als HEVC oder ProRes, und Open Gate mit hoher Bittiefe ist die schwerste Kombination. Niedrigere Bittiefen, Crop-Modi und Oversample verkleinern die Dateien deutlich, und die Umwandlung fertiger Takes in CKRAW halbiert sie ungefähr. Du kannst auch direkt auf externen Speicher aufnehmen (siehe unten).
Kann ich auf ein externes Laufwerk oder eine SD-Karte aufnehmen?
Ja. Auf dem iPhone kannst du auf ein externes USB-C-Laufwerk aufnehmen, auf Android auf ein USB-C-Laufwerk oder eine SD-Karte. In CinemaKit wählst du, wo Aufnahmen gespeichert werden. Achte darauf, dass Laufwerk oder Karte schnell genug für deinen Modus sind: RAW braucht eine dauerhaft hohe Schreibgeschwindigkeit, und ein langsames Laufwerk oder eine langsame Karte kann zu Bildrateneinbrüchen, verlorenen Frames oder einer Aufnahme führen, die von selbst stoppt. Mach vor einem wichtigen Dreh einen kurzen Testtake.
Was ist CKRAW?
CKRAW ist das eigene verlustfreie RAW-Format von CinemaKit. MLV-Aufnahmen sind unkomprimiert, daher kannst du jeden Take nach dem Dreh jederzeit in der App in CKRAW umwandeln. Die Bilddaten bleiben identisch, und die Dateien schrumpfen je nach Szene meist auf etwa die Hälfte. CKRAW lässt sich nur in CinemaKit und CinemaKit Studio öffnen; behalte also die MLV-Version, wenn du andere Tools wie MLV App nutzen möchtest.
Soll ich MLV oder CinemaDNG wählen?
Beide enthalten dieselbe Art von RAW-Bilddaten. CinemaDNG wird als Sequenz einzelner Frame-Dateien gespeichert; das ist weit verbreitet, aber umständlich vom Smartphone zu übertragen, daher packt CinemaKit die Sequenz beim Download in ein ZIP. MLV speichert alles, auch den Ton, in einer Datei pro Take, was Übertragung und Verwaltung erleichtert. Für die meisten ist MLV die einfachere Wahl.
Wie bekomme ich große RAW-Dateien auf meinen Computer?
Aktiviere Start Server in den Einstellungen und öffne die in der App angezeigte Adresse (auf dem iPhone cinemakit.local:8080) in einem Browser auf einem beliebigen Computer im selben WLAN. Lass CinemaKit während der Übertragung geöffnet, denn der Server läuft nur, solange die App im Vordergrund ist. Auf dem iPhone erscheinen die Aufnahmen per Kabel auch im CinemaKit-Ordner unter „Dateien“ im Finder auf dem Mac oder in der App Apple-Geräte unter Windows. Auf Android entfällt die Übertragung ganz, wenn du direkt auf ein externes USB-C-Laufwerk aufnimmst.
Wie funktioniert die Stabilisierung mit Gyroflow?
Während der Aufnahme protokolliert CinemaKit Gyroskop- und Beschleunigungsdaten mit demselben Takt wie das Video und speichert sie als Gyroflow-kompatible Sidecar-Datei neben jedem Take. Lade den Clip zusammen mit seiner Sidecar-Datei in Gyroflow am Desktop, um in der Post zu stabilisieren. Das Ergebnis hängt von Verschlusszeit, Objektiv und dem Spielraum für den Crop ab.
Warum sehe ich in CinemaKit nicht alle Kameras meines Smartphones?
Die Hersteller entscheiden, welche Kameras Drittanbieter-Apps nutzen dürfen. Viele Android-Smartphones reservieren einige Objektive, oft Ultraweitwinkel, Tele oder Makro, für ihre eigene Kamera-App. CinemaKit prüft, welche Kameras dein Smartphone tatsächlich freigibt, und zeigt nur diese an. Fehlt ein Objektiv, ist es meist vom Hersteller gesperrt und lässt sich nicht aus einer App heraus freischalten.
Manchmal startet die Aufnahme auf meinem iPhone nicht. Warum?
Das ist ein bekanntes Problem. Auf manchen iPhones verweigert der Bildprozessor gelegentlich den Start einer RAW-Aufnahme; die Ursache liegt auf Hardware- und Systemseite, nicht in deinen Einstellungen. An einer Lösung wird gearbeitet, und Updates werden das nach und nach verbessern. Schließe die App und öffne sie erneut oder wechsle das Objektiv, um zu sehen, ob das Problem dadurch behoben wird.
Mit meiner Kamera stimmt etwas nicht. Was soll ich tun?
Es gibt Tausende verschiedene Smartphone-Modelle, und jedes geht etwas anders mit seinen Kameras um, daher lässt sich nicht jedes Gerät testen. Wenn dir etwas auffällt, das spezifisch für dein Smartphone zu sein scheint, etwa falsche Farben, ein fehlender Modus oder eine instabile Aufnahme, schreib an support@cinemakit.app mit deinem Gerätemodell und einer kurzen Beschreibung. Solche Meldungen sind der wichtigste Weg, gerätespezifische Probleme zu finden und zu beheben.
Sind die iPhone- und die Android-Version gleich?
Der Kern ist derselbe: RAW-Aufnahme in MLV, CKRAW und CinemaDNG, der integrierte Player, das Grading und der WLAN-Dateiserver. Die Unterschiede ergeben sich aus den Plattformen. Das iPhone bietet ProRes; Android hat kein ProRes, seine Bittiefe hängt vom Sensor ab, und es bietet zusätzlich die Aufnahme auf externe USB-C-Laufwerke und 1440p-Oversampling.
Wie funktioniert die Preisgestaltung?
CinemaKit ist ein Einmalkauf ohne Abo. Du kannst alle Funktionen 7 Tage lang testen, bevor du kaufst; während des Tests sind Aufnahmen auf 7 Sekunden pro Clip begrenzt. Der Test wird nie automatisch zu einem kostenpflichtigen Plan. CinemaKit Studio ist kostenlos.
Keine Antwort gefunden? support@cinemakit.app